Von Martin Cygon. Alle Bilder Copyright 2022 Martin Cygon

Jetzt im Juli beginnt die zweite Krötenwandernung. Nanu; werden sich einige fragen. War die Krötenwanderung nicht im Frühjahr und sind jetzt nicht schon alle Krötenzäune abgebaut?
Das stimmt zwar aber …….
Jetzt im Juli sind aus den Kaulquappen kleine Kröten geworden. Wenn es trocken und heiß ist, dann verkriechen sie sich im hohen Gras, unter abgestorbenen Ästen oder im Laub. Nach dem es aber geregnet hat, kommen sie alle aus ihrem Versteck heraus. Wärend erwachsene Erdkröten meistens in der Nacht unterwegs sind, und dann über Regenwürmer und Nacktschnecken her fallen, krabbeln die kleinen Jungtiere mitten am Tag durch Park und Garten. Zu hunderten hüpfen sie auf Gehwegen, Wiesen oder Terrassen. Immer auf der Suche nach einem geschützten Ort, an dem man sich verstecken kann und etwas zu fressen findet.
Und so machen sich die Kleinen auf den Weg. Interessant finden sie auch gerne Kellereingänge und Schuppen, bei denen man unter der Tür her kriechen kann. Ecken im Garten wo Gerümpel steht werden bevorzugt aufgesucht. Dabei erweisen sich die kleinen Hüpfer als hervorragende Kletterer die sich auch von einer Treppe nicht abschrecken lassen. Ein Kiste Sprudel am Hintereingang abgestellt? Vorsicht, da könnten junge Erdkröten drunter sitzen.

Im Gegensatz zu Fröschen die in Gewässern ihre bekannten Leichklumpen ablegen produzieren Erdkröten (Bufo bufo) Laichschnüre aus denen unzählige Kaulquappen schlüpfen. Bis zu fünf Jahre kann es dauern, bis eine Erdkröte geschlechtsreif ist. Eine lange Zeit, in der die Kleinen unzähligen Gefahren ausgesetzt sind, so dass nur ein kleiner Teil von ihnen das Erwachsenenalter erreicht.
Um so wichtiger, dass wir alles tun um diese nützlichen Tiere zu schützen. Achten sie in den kommenden Tagen darauf wo sie hin treten, gerade in der Nähe von Gewässern. Schauen sie mal auf ihrem Rasen, gerade wenn es vor kurzem geregnet hat. Wenn möglich, verzichten sie auch auf das Mähen des Rasens.

